Schwanzarbeit

Schwanzarbeit
Simon Kossov
Schwanzarbeit
Der erotische Roman
Band 250

Eigentlich will Simon Kossov – alias »Koss« – einfach nur ein ganz normales Leben führen, aber immer wieder gerät er in Situationen, in denen er zwischen zärtlicher Erotik und schmutzigem Wahnsinn balancieren und buchstäblich »Schwanzarbeit« leisten muss. So verdingt er sich als Assistent einer Domina, verliebt sich in eine Transsexuelle, dreht Pornos in Budapest und begegnet stets Menschen, die alle auf der Suche nach Liebe und Glück sind – auf den unterschiedlichsten Wegen, die allesamt miteinander verwoben sind und oft nur ins nächste Bett führen.

»Kein Schwanz ist so hart wie das Leben«, sagt der Volksmund. Aber Simon Kossov ist härter. Oder vielleicht doch nicht?

Autor: Simon Kossov
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 198 Seiten
Veröffentlichung: Oktober 2021
Maße: 12 x 18 cm
ISBN: 978-3-94891-209-3
9,95 €  
Inhalt: 1 Stück

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Simon Kossov

"Wenn ich in der Stimmung zum Schreiben bin, mache ich eine Flasche Whisky oder einen guten Wein auf, setze mich an die Tastatur, krame in meinen Erinnerungen und haue alles in die Tasten. Das kann nächtelang so gehen, denn nachts schreibe ich am besten. Mein Verbrauch an Tastaturen ist ziemlich hoch, denn ich hämmere förmlich darauf ein."

Simon Kossov ist kein schöngeistiger Wortjongleur. Seine fast ausschließlich autobiographischen Stories sind schnell, direkt, knallhart, mitunter brutal und stets geprägt vom Wahnsinn des alltäglichen Lebens, in dem die Menschen auf der Suche nach Liebe und dem nächsten Kick sind, der sie aus ihrer übersättigten Lethargie reißen könnte. Seine Figuren wirken so bizarr und skurril, dass sie fast schon unwirklich erscheinen, doch – wie Simon Kossov sagt – sind ihre realen Vorbilder noch sehr viel irrer.

Der gebürtige Kanadier stammt aus einer Diplomaten-Familie, die nach seiner eigenen Aussage "das perfekte Klischee der heilen Welt" darstellt. Gegen die sterile Sauberkeit eben dieser heilen Welt rebellierte er schon in seiner Jugend, als er beispielsweise im Berlin der frühen 80er Jahre als Punk lebte (Diese Zeit beschreibt es in seinem Buch "Abgefuckt"). "Ich habe mein bisheriges Leben nicht in der behaglichen Komfortzone oder in einem klimatisierten Büro verbracht, sondern da draußen", sagt er und erklärt damit die manchmal irritierende Sprache seiner Bücher mit kurzen, abgehackten Sätzen und voller Kraftausdrücke. Genau diese Erzählweise packt den Leser sofort und lässt ihm keine Chance, sich den Stories zu entziehen: "Manchmal muss man den Leuten den Kram um die Ohren schlagen. Schnell und laut und hart. Ich sage lieber 'ficken' statt 'kopulieren'. Das Leben ist voller Wahnsinn, und das lässt sich nicht in schönen Worten und gewählten Formulierungen ausdrücken."

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